Vereinschronik
 Stand: 11.01.2007Ein großes Maß an Phantasie ist heutzutage gefragt, den es ist kaum vorstellbar, unter welchen Umständen am 9. November 1960 die Schachabteilung des TuS Bad Essen gegründet und die ersten Mannschaftskämpfe ausgetragen wurden. Trotz aller Widrigkeiten gelang es jedoch unter dem Vorsitz von Fritz Heuer eine eingeschweißte Truppe auf die Beine zustellen. Am Mittwoch traf man sich regelmäßig im Gasthaus "Auf dem Kampe" zum Übungsabend. Der erste Jahresbeitrag lag bei 12,-DM. Gespielt wurde auf kopierten Papierschachbrettern zunächst ohne Uhren, die in den kommenden Jahren nach und nach durch Spendenaktionen angeschafft wurden.
Am 29.01.1961 war es dann soweit, der erste Mannschaftskampf gegen Westercappeln. Ausgang 4:4, nicht schlecht für den Anfang und, was noch bemerkenswert ist, die Chronik berichtet von vielen interessierten Zuschauern, die kaum ins Spiellokal passten.
1962 wurde die erste Ortsmeisterschaft und der erste Vereinspokal ausgespielt. Neuer Spieltag wurde der Donnerstag. Die Mannschaftskämpfe wurden nach freier Vereinbarung ausgetragen, um mit den Gegnern hinterher noch gemütlich das eine oder andere Bierchen zu leeren. Erstmals gab es Ingo-Zahlen im Verein. Bester war Erhard Jung mit stattlichen 123,6 Punkten. Probleme gab es bei der Nachwuchsarbeit. Als Grund für diese Situation wurde damals, die geistige Entblößung bei Niederlagen genannt.
In den Jahren 1963-1966 stieg die Anzahl der Mitglieder permanent an. Die Mannschaftskämpfe liefen zufriedenstellend, es wurde Erfahrung gesammelt, bis man 1967 Bezirksmeister wurde. In diesem Jahr debütierte Horst Hüsemann in der ersten Mannschaft, hatte er doch gerade das Kunststück fertiggebracht als erster Jugendlicher den Vereinspokal zu gewinnen.
Das Jahr 1968 brachte viele Neuerungen mit sich, Spielabend wurde der Freitag, eine zweite Mannschaft wurde gegründet und es kam zum Wechsel nach NRW, aufgrund der weiten Fahrten zu Auswärtsspielen.
Wie das Jahr 68, so war auch 69 von Veränderungen geprägt. Am 13. Mai beschlossen 19 Mitglieder den Austritt aus dem TuS Bad Essen und die Neugründung des SV Bad Essen, so wie er heute besteht. Erstmals wurde eine Satzung ausgearbeitet und der Mitgliederbestand wuchs auf 41 an.
Zu Beginn der siebziger Jahre wurde das 10-jährige Bestehen gefeiert. Zu dieser Gelegenheit gab der internationale Meister Otto Borik seine erste Simultanveranstaltung in Deutschland.
Es wurde eine dritte Mannschaft ins Leben gerufen, dabei entbrannte erstmals die Diskussion, wie nun die Mannschaften aufzustellen seien, eine schwierige Sache, die in den folgenden Jahren fast jährlich neu diskutiert und geändert wurde.
1973 geriet der Verein in ein kleines Tief, die Mitgliederzahl fiel ab und die erst kürzlich gegründete vierte Mannschaft musste wieder zurückgezogen werden. Ein Umbruch und Generationenwechsel sollte unter dem neuen 1. Vorsitzenden Horst Hüsemann gemacht werden.
In den folgenden Jahren trug die Arbeit Früchte. Das Spiellokal wurde zum "Hotel Friedenshöhe" verlegt, es wurden mehrere große Turniere veranstaltet und ein deutlicher Anstieg der Mitgliederzahl war zu verzeichnen.
Anfang der 80-ziger wurde erstmals die Vereinsmeisterschaft und der Meistercup-Blitz ausgespielt.
Am 24. Juli 1981 erfolgte ein erneuter Spiellokalwechsel in das "Haus der Kurverwaltung". Dieser Umzug war nur durch erhebliche Eigenmittel zu bewerkstelligen, da die Anschaffung von Mobiliar und Material erforderlich wurde. Mitte der 80-ziger begann dann die goldene Zeit des SV Bad Essen mit Schachländerkampf, Blindspiel gegen den tschechischen GM Vlastimil Hort, Aufstieg in die Regionalliga, 7 Mannschaften, 112 Mitglieder und damit der viertgrößte Schachverein Deutschlands. Dieser große Erfolg war der sehr intensiven Jugendarbeit zu verdanken, welche sich mit unseren ehrenamtlichen Betreuern leider nicht auf Dauer aufrechterhalten ließ, so dass die Mitgliederzahlen bis in die 90-ziger Jahre wieder auf ca. 60 fielen.
Das Jahr 1995 sah den Rückwechsel in den Schachbezirk Osnabrück und einen Aufschwung begünstigt durch die Schließung der Schachvereine Ostercappeln und Rahden.
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 Teil 2
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 Teil 3
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